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Die Schulen in Ecuadors Anden

Die Verarmung und die Abwanderung der Bergbauern in Grosstädte und ins Ausland, in eine meist noch schlimmere Form des Elends ist, ungebrochen. Die Ursachen sind vielfältig: eine ausbeutende Oberschicht, die Auslandschulden- und Zinslast, der Zerfall der Agrarproduktpreise (für Kleinproduzenten) etc. Dadurch fehlt das Geld im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich an allen Ecken und Enden. Ein nachhaltiges Mittel, neben anderen, um die Situation der Menschen auf dem Lande etwas zu verbessern ist bei der Bildung anzusetzen. Der Verein SOL hilft in kleinen abgelegenen Bergdörfern im Süden Ecuadors Schulen zu bauen und den Unterricht nach neuen Methoden zu gestalten.

 

Das Projekt SOL 2007: Schule in Guyallas Grande

Guyallas Grande ist eines jener ärmlichen Bergdörfer, 2'500 M.ü.M. und zwei Autobusstunden von der Provinzhauptstadt Loja entfernt. Das letzte Wegstück legt man zu Fuss oder mit dem Maultier in anderthalb Stunden zurück. Ein baufälliges Gebäude aus Adobe (Lehm), fast fensterlos, dient kaum mehr als Schulhaus für eine Gesamtschule von sechs Klassen mit dreissig Kindern und einer Lehrerin. Sie kommt aus der Hauptstadt und haust buchstäblich die Woche über in einem kellerlochartigen Raum unter dem Schulhaus. Es fehlt an elementaren hygienischen Einrichtungen und an einer Küche, um die von weither kommenden Kinder morgens und mittags zu verpflegen.

 

Abklärungen im Sommer 2006 vor Ort haben ergeben, dass ein einfacher Neubau eines Schulhauses, im Wesentlichen geht es um ein strukturiertes Klassenzimmer von ca. 80 m2 Grundfläche, die sinnvollste Investition ist. Dazu kommen der Bau einer kleine Küche und WC-Anlagen sowie die Einrichtung einer anständigen Unterkunft für die Lehrerin

 Wir schliessen jeweils mit den Padres de la Familia, den Eltern der schulpflichtigen Kindern, einen Vertrag ab, dass sie im Rahmen der dort noch üblichen sogenannten Minga (Fronarbeit), ihre Arbeitskraft für das Bauen zur Verfügung stellen. Denn vom Staat ist keine finanzielle Hilfe zu erwarten. Nebst den baulichen Arbeiten besorgen wir notwendige Schulmaterialien und beraten die Lehrerin didaktisch/pädagogisch.

 Die Kosten für den Bau und die Ausgaben für Schulmaterial für Kinder und Lehrerin belaufen sich auf ca. acht- bis zehntausend Franken. Darin enthalten ist auch der Lohn für einen örtlichen Baumeister von vierhundert Franken pro Monat bei einer Bauzeit von ca. 3 Monaten.

Verantwortlich für das Projekt „Schule in Guyallas Grande“ ist der Verein SOL (Sonne) und als deren Mitglieder das vorzeitig pensionierte Ehepaar Denise Stöckli (Heilpädagogin) und Louis Kuhn. Sie legen selber Hand an, haben bereits andere vergleichbare Projekte seit Ende 2004 realisiert und planen weitere Projekte im Süden Ecuadors und im angrenzenden Peru.

 

Verein SOL: Andreas Vogt, Präsident, Tramstrasse 24, 4133 Pratteln.

Spendenkonto: Verein SOL, Basellandschaftliche Kantonalbank,

PC 40-44-0, Kt. Nr. 162.140.378.97

Spenden werden ausschliesslich projektbezogen für Materialkosten und den Baumeisterlohn eingesetzt. Es fallen keine administrativen Kosten an.

 

Das Resultat Anfangs 2008 lässt sich sehen: Das neue Schulhaus ist fertig! 

 

 

 

 

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e-mail:  info@mandapro.com                                                   Stand: 05.04.2008